IBC zu Aquaponik – in Bildern

Ein ganz normaler IBC-Behälter soll zur Aquaponik werden.

Dazu sollte man zunächst die oberen Querstangen herausschrauben. Die Schrauben gut aufheben – sie werden später noch gebraucht.

 

 

 

Die Höhe des Pflanzbeetes wird mit einem Stift markiert. Sie sollte höher als das oberste Segment der Gitterbox des IBC und größer als 25 cm sein.

 

 

Die Höhe wird mit einem Brett rundherum angezeichnet und anschließen mit einer Flex oder Stichsäge ausgeschnitten. Danach kann man die beiden Teile des Tanks wunderbar mit einem Hochdruckreiniger säubern.

 

 

 

 

Die Gitterbox wird mit der Trennscheibe auf der Flex so abgeschnitten, dass man für das Pflanzbeet zwei horizontale Reifen hat (s. im Bild links). Entgraten der scharfkantigen Rohre nicht vergessen.

 

Um die Querstangen wieder unter dem Pflanzbeet einzusetzen, kann es notwendig sein, die Rohre des Rahmens mit einem Hammer abzuplatten und neu zu bohren.

Hier auf dem Bild ist die untere Gitterbox schon in einem Holzrahmen eingefasst (s.a. hier). Außerdem habe ich, um das Algenwachstum zu bremsen und den Tank etwas zu isolieren, eine alte Rettungsdecke um den Fischtank gewickelt. Das Pflanzbeet lagert auf den Querstangen und 58×38 mm Dachlatten.

 

Beide Tanks sind in meinem Gewächshaus etwas versenkt eingebaut und im Sockelbereich mit 20 mm Polystyrol isoliert. Durch den tieferen Einbau ist auch die Bearbeitung der Beete einfacher. Die Elektrik ist noch verbesserungswürdig…

Der Glockensiphon und das Substratsieb sind dem ersten System sehr ähnlich.

 

 

 

Auch das Stehrohr des Glockensiphons und das Ablaufrohr sind wie beim ersten System ausgeführt.

So fing es im März an

Nach ein bisschen Suchen waren im März ein paar IBC (für Nahrungsmittel geeignet) gefunden. Denn Suchen nach Aquaponikvideos auf Youtube hatten ergeben, dass IBCs das ideale Ausgangsmaterial für erste Versuche sind. Flex und Hochdruckreiniger zur Hand und voilà, der erste Rohbau war fertig:

IBC-Aquaponik im Rohbau

IBC-Aquaponik im Rohbau

Dann passierte erst mal nichts – zu viele andere Dinge hatten Vorrang…

Als nächstes folgte ein Holzrahmen aus Dachlatten 58*38mm, die ich mit der Tischkreissäge fälzte (20*18mm).

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächste Herausforderung stellte der Siphon dar. Der Siphon sorgt dafür, dass das Wasser, welches aus dem Fischtank (unten) in das Pflanzbeet (oben) gepumpt wird, ähnlich einer Klospülung bei einem bestimmten Wasserstand komplett wieder in den Fischtank gespült wird.

Es gibt im Internet zahlreiche Videos, die den Bau von Siphons beschreiben. Leider sind sie alle malaysisch, amerikanisch oder australisch und verwenden Kunststoffrohre, die man dort vielleicht in jedem Hardware Store bekommt – aber leider nicht in jedem Baumarkt in Flensburg…

Also hieß es Alternativen finden. Für mich bestanden diese in

  • 25mm Elektroinstallationsrohr mit 90 Grad Bögen
  • 50mm HT-Rohr mit Abschlusskappe für den Glockensiphon
  • zunächst 75mm später 110mm HT-Rohr für das Substratsieb


Hier sieht man das Stehrohr (25mm), den Glockensiphon (50mm) und das Substratsieb. Das 75mm Substratsieb habe ich nach ersten Probeläufen – ohne Substrat – durch ein 110mm Sieb ersetzt. Meine Hände wären sonst nicht klein genug gewesen, um später Wartungsarbeiten am Siphon durchführen zu können.


In den Deckel des IBC habe ich mit einer Standbohrmaschine und einem 25mm Forstnerbohrer ein Loch für das Elektroinstallationsrohr gebohrt.Der geweitete Teil des Rohres (mit der Steckverbindung) kommt nach oben (Richtung Pflanzbeet).

Das Stehrohr wird in diesem Teil des Ablaufs verklebt – besser aber erst, wenn nach ein paar Testläufen ohne Substrat die endgültige Länge des Stehrohres und damit die Endfüllhöhe des Wasserspiegels (ca. 3-5 cm unter Oberkante Substratfüllung) im Beet klar ist.

Der Glockensiphon ist hier noch ohne Abschlusskappe über dem Stehroh zu sehen. Das 50er Rohr passt genau zu den üblichen Verschlüssen eines IBCs. Zumindest nachdem man in den unteren Teil ein paar 8er-10er Löcher gebohrt und diese mit einer Säge aufgeschlitzt hat. Die vollständige Länge dieser Schlitze sollte ca. 20-25mm betragen.

Über das Stehrohr mit Glockensiphon (hier immer noch offen) kommt dann das Substratsieb. Das 75er habe ich, wie gesagt, später gegen ein 110er getauscht.

Die Verbindung des Stehrohrs nach unten ist gerade soweit abgelängt, dass sie durch den Deckel des IBC in den 90° Bogen reinpasst, so dass der 90° Bogen bündig mit dem IBC-Deckel abschließt. Mittels eines kurzen Rohrstücks habe ich einen zweiten Bogen angesetzt, der mit 6mm Bohrungen versehen ist. Durch dies Bohrungen strömt beim Spülvorgang Wasser, das dadurch mit Sauerstoff angereichert wird.

So kam die Aquaponik Mitte Juni in eine ausgeschachtete Grube in unser Gewächshaus. Zu beachten ist, dass ich den Tank nach unten vor den Einbau in die Gitterbox mit Isolierung (Polystyrol) versehen habe.